Linsenqualität


Da hochvergrößernde Linsen häufig starke optische Fehler aufweisen, wie beispielsweise chromatische Aberrationen in Form von Farbsäumen an Konturen oder starke Bildfeldwölbungen, kommt bei MagniFlash ein Linsensystem aus vier Linsen zum Einsatz. Diese sind zu zwei hochwertigen Achromaten arrangiert und kompensieren die wichtigsten linsentypischen Abbildungsfehler. Es resultiert ein gut korrigiertes optisches Bild, welches für die Fotografie bestens geeignet ist. Obwohl die Beurteilung von Linseneigenschaften am besten mit dem bloßen Auge geschieht, um kameraspezifische Einflüsse auszuschließen, belegen die Testfotos das hochwertige Bild (s.u.). Bei ausreichender Brennweite des Kameraobjektivs ist dieses vignettierungsfrei und bis in die Bildecken nahezu plan. Chromatische Aberrationen werden auf ein Minimum reduziert und fallen bei der Fotografie mit MagniFlash nicht mehr ins Gewicht. Die Qualität des entstehenden Bildes hängt jedoch selbstverständlich auch von den Eigenschaften (z.B. Brennweite, Pupillenlage) des verwendeten Kameraobjektivs ab.

Objektmikrometer (10 mm) mit MagniFlash aufgenommen, Randbereiche und Mitte vergrößert dargestellt (MagniFlash + Canon Powershot A95) Millimeterpapier mit MagniFlash aufgenommen, Bildfeldwölbung kaum wahrnehmbar, hohe Randschärfe  (MagniFlash + Canon Powershot A95)

   Mögliche Vergrößerungen

MagniFlash ist modular konzipiert und kann verschiedene Linseneinsätze aufnehmen. Diese bestehen aus einem Linsensystem gewünschter Brennweite und einem dazugehörigem Diffusor. Sie sind auf einfache Weise austauschbar und werden durch starke Magnete sicher gehalten (siehe Abbildung unten). Der Standard-Linseneinsatz von MagniFlash hat eine Brennweite von 25 mm, was 40 dpt entspricht. In vielen Einsatzgebieten sind jedoch auch geringere Abbildungsmaßstäbe sehr nützlich und so gibt es zudem einen Linseneinsatz mit einer Brennweite von 50 mm entsprechend 20 dpt.
Die Linseneinsätze von MagniFlash sind auf einfache Weise austauschbar.
Um die Vergrößerung von MagniFlash in Kombination mit bestimmten Kameraobjektiven anzugeben, wird im Folgenden die reale Objektgröße auf die Bildgröße des Objektes bei einer Auflösung von 300 dpi bezogen (Vergrößerungsfaktor V). Dies ist sinnvoll, da bei der Angabe des Abbildungsmaßstabes den differierenden Auflösungen der verschiedenen Kamerachips nicht Rechnung getragen wird. Die Auflösung der verwendeten Kamera hat großen Einfluss auf die Nutzbarkeit von Bildausschnitten, also digital nachvergrößerten Fotografien. Weiterhin gibt die Bildweite in Millimeter einen Eindruck von der Vergrößerung. 
Kamera/Objektiv Auflösung [Megapixel] Bildweite [mm] Vergrößerungsfaktor
(bei 300 dpi)
Canon Powershot A95 5,0 14 16
Canon Powershot A630 8,0 12 25
Pentax ist DL / DA 3,5-5,6/18-55 mm 6,1 19 13


   Schärfentiefe

Durch den Einsatz des kameraintegrierten Blitzes und die starke Belichtung des Objektes kann bei der Verwendung von MagniFlash eine hohe Blendenzahl gewählt werden (etwa 22-38). Dies gewährleistet eine hohe Schärfentiefe, was gerade bei dokumentarischen Makroaufnahmen von sehr großem Wert ist. Die empirische Quantifizierung der Schärfentiefe bzw. eine Festlegung eines Schärfebereichs fällt auch mit standardisierten Testfotografien schwer, da der Übergang von der absoluten Schärfe (sofern es diese überhaupt gibt) zur Unschärfe fließend ist. Zudem verändert sich mit der Blendenzahl auch die Abbildung unscharfer Strukturen maßgeblich, ohne dass diese ganz scharf abgebildet werden. So sollen an dieser Stelle lediglich Testfotografien bei verschiedenen Blendenzahlen einen Eindruck verschaffen (s.u.). Beachtlich ist die hohe Schärfentiefe bei der Blendenzahl 38.

Aufnahmen von Millimeterpapier, 45° zur optischen Achse zur Beurteilung der Schärfentiefe.
a: Blendenzahl 5,6
b: Blendenzahl 38
(MagniFlash + Objektiv Pentax DA 3,5-5,6/18-55 mm + Pentax ist DL)